Vom Antrag zur Umsetzung

Zwar ist der Förderbeschluss mit Mittelzuweisung die wichtigste Etappe auf dem Weg zur Förderung. Verfahrensmäßig ist dann jedoch erst die halbe Entfernung zurückgelegt. Genau genommen bedeutet ein Förderbeschluss nur, dass für das Projekt nun ein LEADER-Antrag gestellt werden darf. Ein Projekt muss daher nach dem positiven Beschluss zur Bewilligung beantragt werden. Förderbeschlüsse des Entscheidungsgremiums haben eine Gültigkeitsdauer von sechs Monaten. Innerhalb dieses Zeitraums muss der Förderantrag bei der Bewilligungsstelle eingehen, andernfalls verfällt der Beschluss.

Bewilligungsstelle ist bei kommunalen sowie privaten, nichtgewerblichen Projekten das Regierungspräsidium Freiburg, bei privat-gewerblichen die L-Bank. Erst im Lauf des Bewilligungsprozesses erfolgt durch die bewilligende Stelle die verbindliche Förderfähigkeitsprüfung. Aus diesem Grund ist es zwar eher unwahrscheinlich, aber dennoch möglich, dass ein beschlossenes Projekt noch abgewiesen wird. Auch kann es passieren, dass der bewilligte Zuschuss geringer ausfällt als die beschlossenen Zahlen.

 

 

Wie lange es vom Beschluss bis zur Bewilligung dauert, ist sehr unterschiedlich. Zunächst liegt es am Antragsteller, wie schnell er die benötigten Unterlagen vorlegt und ob diese vollständig sind. Im bisherigen Durchschnitt dauert die eigentliche Bearbeitung durch die Bewilligungsstelle etwa 4 Monate (einschließlich etwaiger Zeitverluste, die durch das Nachfordern von und das Warten auf ergänzende Informationen oder Unterlagen verursacht werden).

Nach Bewilligung kann mit der Maßnahme begonnen werden. Innerhalb von drei Jahren nach Bewilligung muss ein Projekt umgesetzt und endabgerechnet sein. Die Ausgaben müssen zunächst vollständig vom Antragsteller bezahlt (und damit vorfinanziert) werden. Erst wenn alle Kosten nachweislich bezahlt wurden, kann der Auszahlungsantrag gestellt werden. Anders als in früheren Zeiten ist es praktisch nicht mehr möglich, Zwischenauszahlungen zu beantragen.