Ihre Projektidee

Sie haben schon eine Projektidee und möchten sich kurz informieren, ob diese gefördert werden kann?
Dann haben Sie möglicherweise einige Fragen wie die nachfolgenden. Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne persönlich.

Was wird gefördert?

Förderbar ist (fast) alles, was zu einer positiven Entwicklung des Südschwarzwalds beitragen kann. Das kann ein Dorfmuseum ebenso sein wie ein Genossenschaftsladen, Investitionen in einen Betrieb, eine Maßnahme zur Qualitätsverbesserung im Tourismus, eine kulturelle Veranstaltung oder vieles mehr. Dennoch gibt es einige Grundvoraussetzungen.

Eine Dauerförderung gibt es nicht - es wird nur die Anfangsinvestition gefördert oder ein erst- bzw. einmaliges Ereignis. Personalkosten sind unter bestimmten Voraussetzungen förderbar, jedoch maximal für drei Jahre (jährliche Degression). Grundsätzlich gilt: das Projekt muss aus eigenen Kräften laufen können.

Grundsätzlich können nur Projekte gefördert werden, die im LEADER-Gebiet liegen. Außerdem muss das Projekt mindestens einem der Entwicklungsziele, Handlungsfelder und Handlungsfeldziele des REK zugeordnet werden können. Diese finden Sie hier: Unsere Ziele

Weiterhin müssen die Projekte einem Fördermodul zugeordnet werden können. Die Fördermodule wurden durch die LEADER-Verwaltungsbehörde definiert – in Baden-Württemberg: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR).

In den Fördermodulen sind die jeweiligen formalen Fördervoraussetzungen festgelegt. Beispielsweise müssen privat-gewerbliche Vorhaben den Vorgaben des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) entsprechen, Vorhaben zur Kulturlandschaftspflege der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) oder Projekte von und für Frauen dem Förderprogramm Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum (IMF). Die LEADER Aktionsgruppen haben keinen Einfluss auf die Inhalte der Fördermodule und auf die dort formulierten Förderbedingungen.
 

Wie wird gefördert?

Die LEADER-Förderung ist immer ein nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den Kosten eines Vorhabens, eine Komplettfinanzierung gibt es nicht. Die Fördersätze sind fest und können nicht nach unten oder oben geändert werden. Eine vollständige Darstellung aller Fördersätze ist der Fördersatztabelle zu entnehmen. Alle Fördersätze und Beträge beziehen sich auf die Nettokosten. Die Umsatzsteuer ist nicht förderfähig und daher vom Antragsteller zu übernehmen.

Ein Vorhaben, welches nach verlässlicher Schätzung die Kostenobergrenze von 600.000 Euro übersteigt, kann nicht gefördert werden. Ebenso gibt es eine Bagatellgrenze: die Förderung (Zuschuss) muss mindestens 5.000 Euro betragen.

Leider sind die Zeiten nahezu unbegrenzter Fördermittel vorbei. Große Projekte sind zukünftig die große Ausnahme, daher hat die oben genannte Kostenobergrenze einen sehr theoretischen Charakter. Kleinere Projekte mit förderbaren Kosten bis etwa 100.000 € passen am besten zu LEADER - je weiter sich ein Projekt von dieser Richtgröße entfernt, desto unrealistischer wird eine Förderung. Grundsätzlich kann im Vorfeld nicht mehr abgeschätzt werden, welche konkreten Förderaussichten ein Projektantrag hat: es gibt, auch für Projekte unter 100.000 €, das Risiko, aufgrund fehlender Mittel nicht zum Zug zu kommen.

Wer wird gefördert?

Grundsätzlich kann jeder, der im LEADER-Gebiet ein Projekt umsetzen möchte, gefördert werden. Antragsteller können beispielsweise Gemeinden, Betriebe, Vereine, Verbände, Stiftungen und Privatpersonen sein.

Welche Fristen gelten?

Für die Module 3 (LPR), 4 (IMF) und 5 (Kunst- und Kulturmodul) gelten jährliche Antragstermine. Solche Projekte werden auf den jährlichen Sitzungen um den Jahreswechsel herum (Dezember/Januar) behandelt. Achten Sie auf den entsprechenden Förderaufruf mit dort genanntem konkreten Sitzungsdatum und Ausschlussfrist.

Anträge für die übrigen Fördermodule können laufend gestellt werden. Darüber hinaus wird rechtzeitig (etwa drei Monate) vor jeder Beschlußsitzung ein Förderaufruf veröffentlicht mit Angabe des verfügbaren Budgets und der Fristsetzung für die Anträge dieser Sitzung. Wie lange der Prozess bis zur anschließenden Bewilligung eines Projekts dauert, ist unterschiedlich und hängt zunächst vom Antragsteller ab. Durch eine zeitnahe und komplette Bereitstellung der benötigten Unterlagen beschleunigt sich der Prozess (ein wenig Geduld müssen Sie aber schon mitbringen). Das Regionalmanagement kann unverbindlich Auskunft geben, welche Dokumente im Einzelfall voraussichtlich benötigt werden.

Eine Maßnahme darf nicht vor dem Beschluss begonnen werden. Von einem Beginn auf eigenes Risiko vor der Bewilligung wird dringend abgeraten.

Was ist noch zu beachten?

Die Umsetzung eines LEADER-Projekts ist mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand verbunden. Dies gilt weniger für die Phase der Antragstellung bei der LEADER Aktionsgruppe als vielmehr für den Bewilligungsprozess und insbesondere für die Abrechnung.

Antragsteller, die nicht willens oder in der Lage sind, die umfangreichen Vorgaben genauestens zu beachten, sollten überdenken, ob sie eine LEADER-Beantragung ins Auge fassen wollen.

Aufgrund intensiver Kontrollen verzögert sich bisweilen die Auszahlung des Zuschusses. Es sollte daher die Möglichkeit der Zwischenfinanzierung des bewilligten Zuschusses bestehen.

Wer ist mein Ansprechpartner?

Das Regionalmanagement der LEADER Aktionsgruppe Südschwarzwald berät Sie zu allen Fragen der LEADER-Förderung im Südschwarzwald. Bitte beachten Sie, dass das Regierungspräsidium aufgrund von EU-Bestimmungen im Vorfeld keine Auskünfte mehr erteilen kann.