Nochmals eine halbe Million für LEADER

Nur wenig Zeit, umsetzungsreife Projekte zu akquirieren

Kurzfristig erhielten alle 18 LEADER-Regionen im Land Post aus Stuttgart: 500.000 € gab es nochmals pro Region, aber nur für Projekte, die kurzfristig umsetzbar sind. „Zunächst sah es so aus, dass wir das Geld größtenteils zurückgeben müssen“, so der Vorsitzende der LEADER Aktionsgruppe Südschwarzwald, der Waldshuter Landrat Dr. Martin Kistler. „Umsetzungsreife Projekte fallen schließlich nicht vom Himmel, sondern brauchen meist eine längere Vorlaufphase“. Dank einer guten Vernetzung in die Region und auch einem Quäntchen Glück lagen schließlich sieben förderfähige Projektanträge vor, über die das Entscheidungsgremium am 2. Juli, kurz vor Ende der Meldefrist, entschied. Alle fanden die Unterstützung des Ausschusses und können sich nun über Förderungen zwischen 20 und 60% der Projektnettokosten freuen. „Die Projekte bringen unsere Region voran und stärken den Südschwarzwald. Wir freuen uns, dass wir nochmals einen kräftigen Impuls setzen können“, so Landrat Dr. Kistler. Unter den Projekten sind der Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in Rudenberg (Titisee-Neustadt), die Investition eines Hotelbetriebs in Todtmoos, zwei umfassende Modernisierungen von historischen Wohngebäuden im Schwarzwald-Baar-Kreis, ein neuer Spiel- und Begegnungspark in Breitnau, die Neugestaltung eines Themenwanderwegs in Dachsberg und die Existenzfestigung eines Zimmereibetriebs in St. Blasien. Am Ende der Sitzung blieb nur ein relativ kleiner Rest an Geldern übrig, „damit können wir hochzufrieden sein“, so Landrat Dr. Kistler abschließend.

Auch die zweite Tranche des Regionalbudgets, etwa 105.000 €, wurde auf die vorliegenden Projektanträge verteilt. Da die Mittel leicht überzeichnet waren, konnte ein an sich förderwürdiges Projekt leider nicht in die Förderung gelangen. Über Fördermittel, immerhin jeweils 80% der Nettoprojektkosten, dürfen sich freuen: das Freibad in Lenzkirch-Kappel für einen neuen Spielplatz, viele Ziegen im Bereich Brandenberg-Fahl für einen neuen Unterstand, die Gemeinde Kleines Wiesental für ein Treppensteiggerät, das bewegungseingeschränkten Bürgern den Besuch öffentlicher Veranstaltungen ermöglicht, der Ort Lenzkirch-Saig für die Schaffung eines Marktraums für den Lebensmittelmarkt, die Gemeinde Todtmoos für eine Holzskulptur, die an das Lebkuchenweiblein erinnert, Todtnau-Geschwend für die Neugestaltung des Grillplatzes, ein Landwirt in Menzenschwand und die Gemeinde Gütenbach für je einen Verkaufsautomaten, die Gemeinde Feldberg für einige Himmelsliegen und das genossenschaftliche Gasthaus Rößle in Todtnau-Geschwend für die Reparatur des einsturzgefährdeten Dachwalms.

Beim Regionalbudget konnte fast eine Punktlandung hingelegt werden. Damit sind die Mittel für das Jahr 2020 belegt. Für Februar 2021 ist die nächste Auswahlrunde geplant. Projektanfragen nimmt die LEADER-Geschäftsstelle gerne jederzeit entgegen.