Vom 2.–4. März 2026 waren wir, die LEADER-Regionalmanagements aus Baden-Württemberg - in Brüssel, um uns mit Vertreterinnen und Vertretern der europäischen Institutionen und kommunalen Interessenvertretungen auszutauschen.
Ziel der Gespräche war es, die Bedeutung von LEADER für die Entwicklung des ländlichen Raums zu unterstreichen und uns für eine klare Verankerung im zukünftigen Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU ab 2028 einzusetzen. Hintergrund ist der Reformvorschlag der Europäischen Kommission, der die Förderarchitektur der EU grundlegend verändern könnte.
Ohne verbindliche Absicherung besteht die Gefahr, dass Programme zur ländlichen Entwicklung künftig stärker von nationalen Prioritäten abhängen und an Planungssicherheit verlieren.
Gesprächspartner waren u. a.:
• Gert Jauernig, Landesvertretung Baden-Württemberg •Jan Molzberger, Europabüro der baden-württembergischen Kommunen • Michael Schmitz, Europabüro Deutscher Landkreistag • Thomas Wobben, Ausschuss der Regionen • Sonja Molina, Büro MdEP Sabrina Repp • Norbert Lins, MdEP und stellv. Vorsitzender AGRI-Ausschuss • Elena Schubert, EU-Kommission (GD AGRI) • Anna-Lena Zademach-Schwierz, EU-Kommission (GD REGIO) • Winfried Schröder, Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU
Deutlich wurde: LEADER ist ein bewährtes europäisches Förderinstrument für Bürgerbeteiligung, Innovation und regionale Entwicklung im ländlichen Raum. Damit dies auch künftig möglich bleibt, braucht es klare politische Unterstützung und eine gesicherte Finanzierung im EU-Haushalt.
Der Austausch in Brüssel ist ein wichtiger Schritt, um die Perspektiven der Regionen in die Verhandlungen zum zukünftigen EU-Finanzrahmen einzubringen und sich gemeinsam für starke ländliche Räume in Europa einzusetzen.